Vorwort
“Ich weiss, dass ich nichts weiss”
Kokett äusserte der griechische Philosoph Sokrates diesen Satz immer dann, wenn er seinen Gesprächspartner mittels der sokratischen Methode dazu brachte, sein Scheinwissen aufzugeben.
Seine Methode bestand darin, den Gesprächspartner in eine Falle zu locken: mit geschickten Fragen provozierte Sokrates Antworten, die im Widerspruch zueinanderstanden. Schliesslich endete das Gespräch in der Aporie, der Ausweglosigkeit: Das Wissen, das sein Gegenüber zu haben glaubte, wurde von Sokrates mit der Waffe des Widerspruchs zur Sinnlosigkeit entstellt – es wurde ad absurdum geführt.
Wir vom Magazin Ad Absurdum sind nicht so gemein wie Sokrates und wollen genau das Gegenteil: Wir wollen tatsächliches Wissen produzieren und das anhand von Widersprüchen – denn die Welt ist voll davon. Indem Widersprüche hervorgehoben, erklärt oder nur als scheinbar entlarvt werden, lässt sich vieles betrachten; wie die Welt der Menschen tickt; mit welchen Problemen unsere Gesellschaft zu kämpfen hat; wie das Individuum von Widerstreit ergriffen ist.
In der momentanen Ausgabe beschäftigen uns breit aufgestellte Themen von K wie «Klima» «Kommunikation» und «Karin Keller-Sutter» bis N wie «Nationalrat Manuel Strupler entlarvt mit gewieftem denken die Widersprüche der SP». Ihr seht, für das ganze Alphabet hat es nicht gereicht aber doch für einiges.
Mit diesem Heft wollen wir unseren persönlichen Beitrag dazu leisten, ein breites Verständnis in einer Vielzahl von gesellschaftlich relevanten Themenbereichen zu schaffen. Und wir glauben, dass diese Themen auch euch beschäftigen könnten. Habt also keine Angst, beim Lesen des Ad Absurdum in eine Aporie gelenkt zu werden, im Gegenteil: Das Ad Absurdum führt euch aus der Ausweglosigkeit hinaus. Viel Spass!
Konsistente Grüsse
